
Der erste evangelische Bürger Münchens
Verglichen mit anderen Städten fällt die Geschichte der evangelischen Kirche in München eher kurz aus: Erste protestantische Gruppen Anfang des 16. Jahrhunderts wurden verboten und unterdrückt. Erst 1801 erhielt der erste Protestant, ein Wein- und Pferdehändler aus Mannheim, die Bürgerrechte der Residenzstadt München. In den folgenden Jahren siedelten sich in München aufgrund der liberalen Politik Max I. Joseph immer mehr evangelische Bürger an: 1826 zählte man schon 6.000 Gemeindeglieder. 1833 wurde die erste evangelische Kirche, St. Matthäus, eingeweiht. Sie wurde 1938 von den Nationalsozialisten abgerissen und nach dem zweiten Weltkrieg an anderer Stelle neu aufgebaut. Auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers in Dachau wurde 1967 die Versöhnungskirche eingeweiht. Die Initiative zu diesem Projekt ging von ehemaligen protestantischen Gefangenen aus, den Toten zum Gedenken, den Lebenden zur Pflicht.
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Seit den 70er Jahren entstanden im Dekanatsbezirk verstärkt übergemeindliche Einrichtungen und Beratungsstellen, um die Menschen in der Großstadt München qualifiziert begleiten zu können, sie sind in den Evangelischen Diensten München (EDM) zusammengefasst. Gleichzeitig wurden Partnerschaften mit ausländischen Kirchen aufgebaut und gepflegt. 1996 wurde das Evangelische München Programm (eMp) konzipiert, ein Projekt, das vor allem den Kontakt zu den distanzierten Kirchenmitgliedern verbessern will.
Heute leben in und um München ca. 270.000 Menschen, die der evangelischen Kirche angehören, das sind ca. 15% der Bevölkerung.
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