Kunst/artionale

artionale - Tage für Neue Musik und Gegenwartskunst in Münchens evangelischen Kirchen

Alle drei Jahre veranstaltet die Evangelische Kirche in der Region München die artionale und gibt der Neuen Musik und der zeitgenössischen Kunst vier Wochen lang Raum. Ein Ort wird geschaffen, an dem Kirche, Theologie und persönlicher Glaube mit heutiger Kunst in einen Dialog treten können.

Die artionale ist ein Event der Begegnung, auch zwischen Stadtgesellschaft und Kirche, zwischen Bürgerinnen und Bürgern und dem kirchlichen Leben mit seinen sozialen und spirituellen Aufgaben. Es ist ein hörbarer, sichtbarer evangelischer Akzent im kulturellen Leben Münchens, an dem hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ebenso beteiligt sind wie Ehrenamtliche und freiwillig Engagierte.

Die Kirche am Ort wird in Beziehung gesetzt zu universalen kulturellen Lebenszusammenhängen; das regt zur Reflexion und zum Gespräch an. Innovativ an der artionale ist die Kooperation von Kunst, Musik und Gemeinde als Einheit. In den Veranstaltungen nehmen die Künste aufeinander Bezug, positionieren sich Bilder und Installationen zum Raum und antworten Besucherinnen und Besucher, Pfarrerinnen und Pfarrer und Gemeindemitglieder im Gespräch darauf.

An der artionale können sich alle interessierten Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen im Evang.-Luth. Dekanatsbezirk München beteiligen. Neben den Ausstellungen werden von den Gemeinden und Einrichtungen während des Ausstellungszeitraums Vernissagen, Kunstgottesdienste, Kunstgespräche und Konzerte veranstaltet.

Die letzte artionale fand vom 1. Oktober bis 5. November 2014 statt. 15 Gemeinden und Einrichtungen nahmen am Kunstprojekt teil. Das Thema lautete „...was du nicht siehst“. Neben den Kunstausstellungen und Konzerten gab es Vernissagen, Kunstgottesdienste, Diskussionsrunden statt. Vier Gemeinden und Einrichtungen haben an der „Die Lange Nacht der Münchner Museen“ teilgenommen. Zudem  fand die Verleihung des Kunstpreises der bayerischen Landeskirche im Rahmen der artionale statt. Die nächste artionale findet 2019 statt.

Website artionale 2014

Macht Barmherzigkeit - Weg der Hoffnung im Münchner Norden
Auf dem Weg zum 2. Ökumenischen Kirchentag in München haben evang. und kath. Gemeinden und soziale Einrichtungen im Münchner Norden ein ungewöhnliches Kunstprojekt realisiert. Die einstige „Fürstenachse“ von Schloss Schleißheim zur Münchner Innenstadt wird jetzt von einem „Weg der Hoffnung“ durchkreuzt. An sieben Stationen werden die in Matthäus 25 beschriebenen sieben Werke der Barmherzigkeit in Kunstwerken dargestellt. Die dauerhaft vor den Einrichtungen aufgestellten Arbeiten mit dem Titel „Macht Barmherzigkeit" sollen zeigen, dass die Stadtteile gerade auch durch ihre sozialen Netzwerke lebens- und liebenswert sind.

Vor jeder der sieben Einrichtungen wurde ein Werk der Barmherzigkeit künstlerisch umgesetzt. Diese elementaren Taten der christlichen Nächstenliebe sind: Gefangene besuchen (Dominikuszentrum), Hungrige speisen (Kinderhaus Lichtblick Hasenbergl), Durstige tränken (Wichernzentrum), Kranke pflegen (Wohnstift Augustinum), Fremde beherbergen (St. Katharina von Siena), Nackte bekleiden (Hoffnungskirche) und Tote bestatten (Heilig-Kreuz-Kirche).


Website Macht Barmherzigkeit