Wichtige Ergebnisse der Dekanatssynode vom 14. März 2017

Miteinander der Religionen
Schwerpunktmäßig befasste sich die Dekanatssynode in der Sitzung mit dem Thema „Miteinander der Religionen“ im Dekanatsbezirk München. Stadtdekanin Barbara Kittelberger berichtete über die interkonfessionelle Vielfalt, die bilateralen Beziehungen der Religionsgemeinschaften und den Rat der Religionen. Das konfessionelle Miteinander ist durch die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in München gewährleistet. Dies zeigt sich beispielsweise jedes Jahr beim „Gottesdienst zur Einheit der Christen“. Die Gemeinschaft reicht von der Heilsarme über die Baptisten, Altkatholiken, Methodisten, Kopten sowie griechisch-orthodoxen und römisch-katholischen Christen bis hin zu den Reformierten und  Lutheranern. Zahlreiche bilaterale Beziehungen zwischen Religionsgemeinschaften sind bereits über Jahre gewachsen, wie beispielsweise die „Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit“. Mit der Gründung eines „Rates des Religionen“ wurde 2016 der Grundstein für eine künftige Zusammenarbeit aller Religionsgemeinschaften in München gelegt. Im Rat sind Münchner Juden, Christen, Muslime, Aleviten und Buddhisten vertreten. Mit der Gründung soll gegen den Rassismus, Antisemitismus und gegen die zunehmende Fremdenfeindlichkeit ein Zeichen für Frieden und ein gutes Zusammenleben in der Stadt gesetzt werden. In diesem Zusammenhang wurde auch die Broschüre „Interreligiöser Dialog – Konzeption der interreligiösen Arbeit“ der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern vorgestellt. Sie kann über die Landeskirche bestellt werden. Darüber hinaus berichteten verschieden Synodale, wie das Miteinander in ihrer Gemeinde, Einrichtung, im Stadtviertel oder in der Schule gelebt wird. Die Aktivitäten reichen von Vorträgen, Gottesdiensten über einen „Kreis der Religionen“ im Stadtviertel bis hin zu Gemeinden, die mit ihren Konfirmandengruppen Münchner Moscheen besuchen. Um das Thema zu vertiefen, plant die Synode einen Klausurtag.


Gottesdienste, Veranstaltungen und Termine:

Luther 2017: zentrale Veranstaltung und Vernetzung mit der neuen Facebook-Seite
Die Evangelische Kirche in der Region München feiert am 29. Juni 2017 von 18 bis ca. 22 Uhr das
500. Jubiläum der Reformation in München mit einer großen zentralen Veranstaltung auf dem Odeonsplatz. Unter dem Motto „In Freiheit glauben“ ist ein buntes Bühnenprogramm mit Musik, Festreden, Podiumsdiskussion und Gespräche zu aktuellen Themen geplant. Darüber hinaus präsentieren sich evangelische Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen auf verschiedenen Programminseln mit Aktionen und Projekten. Sitzlandschaften laden Besucherinnen und Besucher zum Verweilen ein. Fürs leibliche Wohl gibt es verschiedene Stände mit Essen und Getränken, die von der Inneren Mission München organisiert werden. Für die weitere Kommunikation und Information sowie den Dialog mit Interessierten wurde eine Facebook-Seite ins Leben gerufen, unter: https://www.facebook.com/Evangelische-Kirche-in-der-Region-München-248538008939476/.

Evangelische Stiftungen auf dem Münchner Stiftungsfrühling 2017
Unter dem Motto „Informieren - Vernetzen - Mitmachen" findet vom 24. bis 30. März 2017 der Münchner Stiftungsfrühling statt. Zahlreiche evangelische Stiftungen nehmen in München daran teil. Auch die „Stiftung Wort und Tat“ wird sich dieses Jahr wieder mit einem Informationsstand und verschiedenen Veranstaltungen zu ihrer Arbeit am Stiftungsfrühling beteiligen. Vom 27. bis 30. März bietet beispielsweise der evangelische Friedhofsfahrdienst kostenlose Fahrten an. Auch informieren Vorträge  über wichtige Themen wie Vorsorgevollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung. Am 26. März findet um 19 Uhr  in St. Markus ein Vortrag, zu „Vorsorgen treffen – was ist wichtig und warum?“ statt. Ebenfalls in der Markuskirche um 19 Uhr beginnt am 27. März ein Vortrag zu „Patientenverfügung und Palliativversorgung in München“. Die „Stiftung Evangelische Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau“ ist ebenso mit einem Informationsstand vertreten. Vom 27. bis 30. März stellt sie anlässlich des Stiftungsfrühlings unter dem Titel „ben jakov – Sohn des Jakob“ zudem Bilder von Max Mannheimer in der Kirche aus. Darüber hinaus findet am Samstag, 25. März um 18 Uhr eine ökumenische Abendandacht mit Stadtdekanin Barbara Kittelberger und Monsignore Wolfgang Huber, Vorsitzender des Vorstandes der „missio-Stiftung ecclesia mundi“, im ökumenischen Kirchenzentrum im Olympiadorf statt. Das Programmheft wird vom Dekanat an die Gemeinden und Einrichtungen verteilt. Es kann zudem unter www.muenchnerstiftungsfruehling.de abgerufen werden.

Darüber hinaus feiert die „Stiftung Wort und Tat“ dieses Jahr ihr 10-jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass wurde der Internetauftritt der „Stitung Wort und Tat“ überarbeitet, neu gestaltet und die Inhalte für mobile Endgeräte optimiert: www.stiftung-wort-und-tat.de.

„Münchens erstes evangelisches Gotteshaus“: Erinnerungstafel in der Residenz
Anlässlich des Jubiläumsjahrs „500 Jahre Reformation“ wird der Geschichte der Protestanten in München gedacht. Mit der Unterstützung des „Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat“ wird künftig auf einer Tafel in der Residenz an das erste protestantische Gotteshaus in München erinnert. Es befand sich an der Stelle des heutigen Comité-Hofs. 1799 wurde es für die protestantische Kurfürstin Karoline von Baden und ihr Gefolge eingerichtet und am 6. April 1800 eingeweiht. Die Enthüllung der Erinnerungstafel findet am 5. April um 10 Uhr im Comité-Hof statt. Am Festakt nehmen Staatsminister Dr. Markus Söder, Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler und Stadtdekanin Barbra Kittelberger mit einem Grußwort teil. Im Anschluss findet ein Stehempfang statt.

„Dafür trete ich ein!“: Kampagne der Kircheneintrittsstelle zur Kirchenmitgliedschaft
Anlässlich des Reformationsgedenkjahres haben die Kircheneintrittsstellen Nürnberg und München unter dem Motto „Dafür trete ich ein!“ eine neue Werbekampagne entwickelt. In sieben Motiven werden die Themen „Nächstenliebe“, „Wertschätzung“, „Orientierung“, „Respekt“, „Rückhalt“, „Füreinander“ und „Halt finden“ entfaltet. Zur Kampagne gehören Plakate, City-Cards und ein neuer Info-Flyer für den Kircheneintritt. Die Publikationen werden mit einem Begleitbrief in den nächsten Wochen an die Kirchengemeinden und Einrichtungen verteilt. Diese werden gebeten, die Aktion zu unterstützen. Im Rahmen der Kampagne wurde auch der Internetauftritt der Kircheneintrittsstellen neu gestaltet: www.zurueckzurkirche.de