Handeln in der Welt

Im Advent 1959 wurde die Spendenaktion "Brot für die Welt" zum ersten Mal gestartet. Seitdem rufen die Evangelische Kirche in Deutschland und Freikirchen alljährlich zu Spendenaktionen auf, damit „den Armen Gerechtigkeit" geschieht - so der Titel der Grundsatzerklärung. „Brot für die Welt" fördert rund 1200 Projekte in 63 Ländern mit einem jährlichen Finanzvolumen von circa 60 Millionen Euro. Es ist die bekannteste evangelische Spendenaktion.

"Brot für die Welt" unterstützt Partnerorganisationen vor Ort mit Projekten und Programmen, die den Menschen Hilfe zur Selbsthilfe bieten, wie beispielsweise die Vergabe von Kleinkrediten, Aufbau von Gesundheitszentren und Förderung neuer Anbaumethoden. Zudem setzt sich die Aktion für regionale und internationale Netzwerkbildung und fairen Welthandel ein. Für Christinnen und Christen in Deutschland ist "Brot für die Welt" seit fünfzig Jahren ein Weg, um global Verantwortung zu übernehmen und das biblische Wort „Brich dem Hungrigen dein Brot" umzusetzen.

Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) prüft alle Jahre die Verwendung der Gelder und bescheinigt "Brot für die Welt" höchste Qualität.   Durch "Brot für die Welt" wird Menschen vor Ort sinnvoll geholfen, indem ihre eigenen Konzepte gefördert werden.

Bei Katastrophen hilft die evangelische Kirche mit der "Diakonie Katastrophenhilfe". Sie ist die „Schwesterorganisation“ von "Brot für die Welt". Beide zusammen können Soforthilfe und längerfristige Hilfe ineinandergreifen lassen.

Weltweit verantwortlich zu denken und zu handeln gelingt auch im Alltag des Verbrauchers. Die evangelische Kirche unterstützt den so genannten „fairen Handel“, d.h. den Kauf zu gerechten Preisen, von Partnern, die sich an Menschenrechts- und Umweltschutz-Richtlinien halten. Über Geschäfte in München, in denen man faire Produkte bekommen kann, informiert z.B. das Nord-Süd-Forum auf der Internet-Seite www.munich-fair.de. Es gibt auch Kirchengemeinden innerhalb unsere Dekanats, die einen Verkauf von fairen Waren organisieren. Außerdem gibt es in München ein FairHandelshaus.

Insgesamt gilt: Augen auf beim Einkauf: Alles hat seine Zeit! Erdbeeren sollte man nicht im Winter essen. Ein selbstkontrolliertes Einkaufverhalten verhindert Ausbeutung von Mensch und Natur – auch in unserem Land. Darum werden von "Brot für die Welt" Aufklärungs-Kampagnen gestartet, zum Beispiel, bei der Kampagne „Niemand isst für sich allein“. Weitere Initiativen sind das Aktionsbündnis gegen Aids, gegen Landminen, für das Menschenrecht auf Wasser und viele mehr. Informationen dazu gibt es auf der Homepage von "Brot für die Welt".

Auch bei der Verwertung von Altkleidern bemühen wir uns darum als informierte Christinnen und Christen verantwortungsvoll zu handeln: Wir geben Kleidung nicht irgendwohin, denn oft geschieht großes Unrecht mit unserem Überfluss. (z.B. Schädigung der Wirtschaft in armen Ländern). In München bietet unsere Diakonie die Möglichkeit auf gute „FAIRWertung“ alter Kleidung zu achten.

Schwerpunkt der Arbeit der Stiftung Wings of Hope Deutschland ist die psychosoziale Hilfe für Kinder und Jugendliche, die durch Kriege und Gewalt traumatisiert wurden. Sie arbeitet mit Partnern in Bosnien-Herzegowina, im Irak, in Palästina und Israel. Die Wings of Hope Sommerakademie in Deutschland mit Teilnehmern aus den Projektländern bietet jenseits von den ethnischen und religiösen Konflikten einen Rahmen, Wege aus dem Trauma der Gewalt zu finden. Die Stiftung in Deutschland wurde Anfang 2003 mit Unterstützung der Evang.-Luth. Kirche in Bayern gegründet und hat ihre Geschäftsstelle im Evangelischen Migrationszentrum.

Spenden

Evang.-Luth. Dekanatsbezirk München
Brot für die Welt
Evangelische Bank eG
IBAN: DE67 5206 0410 0001 4018 07
BIC: GENODEF1EK1

Centrum Mission EineWelt
Evangelische Bank eG
Spendenkonto 10 11 111, BLZ 520 604 10
oder IBAN: DE12 5206 0410 000 1011 111
BIC: GENODEF 1EK1

Stiftung Wings of Hope Deutschland
Evangelische Bank eG
Spendenkonto 340 36 37, BLZ 520 604 10
oder IBAN: DE27 5206 0410 0003 4036 37
BIC: GENODEF1EK1