Blühende Basilika, zeitgenössische Kunstwerke und mehr als 700 Veranstaltungen

Evangelische und Katholische Kirche beteiligen sich an Bayerischer Landesgartenschau 2024 / Segnung des ökumenischen "Holy Garden" mit Kardinal Marx und Landesbischof Kopp

München, 8. Mai 2024

Mit der aus Blühpflanzen wachsenden Basilika "Holy Garden" als kirchlichem Ort, acht Kunstwerken und mehr als 700 Veranstaltungen beteiligen sich der Evangelisch-Lutherische Dekanatsbezirk München und die Erzdiözese München und Freising an der Bayerischen Landesgartenschau in Kirchheim bei München. Das kirchliche Programm von 15. Mai bis 6. Oktober steht, angelehnt an das Leitwort der Landesgartenschau, unter dem Motto "zusammen blühen – wachsen – glauben". Den Segen für die Landesgartenschau und den ökumenischen Kirchenort spenden Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, und der bayerische Landesbischof Christian Kopp am Eröffnungstag.

Eröffnung des Kirchenorts mit Künstlern und Menschen aus Krisengebieten
Beim Festakt zur Eröffnung der Landesgartenschau am Mittwoch, 15. Mai, um 11 Uhr im Bürgersaal auf dem Veranstaltungsgelände in Kirchheim halten Landesbischof Kopp und Kardinal Marx Grußworte und sprechen ein Gebet für ein gutes Gelingen der Veranstaltung. Gegen 12.30 Uhr segnen sie den "Holy Garden" ("Heiliger Garten"). Bei der Feierstunde im "Holy Garden" begrüßen die katholische Projektleiterin des kirchlichen Programms, Andrea Strickmann, und der evangelische Projektleiter, Volker Herbert. Nach der Segnung erläutern der Münchner Künstler Bruno Wank sowie Ulrich Schäfert, Leiter des Fachbereichs Kunstpastoral im Erzbischöflichen Ordinariat München, als Kuratoren das Kunstprojekt im "Holy Garden". Künstlerin Claudia Starkloff stellt ihre Installation "Back to Eden" vor, die mit ausgedienten Munitionskisten gestaltet ist. Gemeinsam mit Personen aus Krisengebieten wie Afghanistan, Syrien und der Ukraine bepflanzt sie die Kisten anschließend. Im Rahmen der Eröffnung segnen Kardinal Marx und Landesbischof Kopp zudem das "Salva-Vida-Feldkreuz" von Christian Schnurer. Es wurde mit dem Abguss einer Kinderschwimmweste von Geflüchteten gefertigt, die aus dem Mittelmeer gerettet wurden. Thomas Janscheck, Gartenbauingenieur und Qualitätsmanagementbeauftragter für Hopfen, eröffnet zum Abschluss eine "Hopfenchallenge" im kirchlichen Ort.

Der von Bruno Wank gestaltete "Holy Garden" befindet sich im Norden des Veranstaltungsgeländes. Mit Pflanzen wurden dort die Umrisse einer römischen Basilika nachgezeichnet. Wie seine architektonischen Vorbilder soll der blumenumrankte "Holy Garden" spiritueller Mittelpunkt und Ort der Begegnung sein. Der Weg in die Basilika führt durch ein "Paradies", das auch in den historischen Kirchen als Atrium zugleich Reinigungs- und Schutzort war. In diesem "Paradiesgarten" setzt Claudia Starkloffs Installation "Back to Eden" mit bepflanzten Munitionskisten ein Zeichen für die Hoffnung auf Frieden.

Tore aus 4.000 Jahre altem Torf und Kreuz aus einer Schwimmweste von Geflüchteten
Weitere sieben Kunstwerke im Umfeld des "Holy Garden" greifen unter anderem die verschiedenen Sphären der Landesgartenschau auf. Für die Sphäre Wasser etwa steht das "Salva-Vida-Feldkreuz" von Christian Schnurer. Es erinnert an die Lebensbedrohungen an den Rändern Europas und die Verantwortung gegenüber Geflüchteten. Die Sphäre Wald findet sich in der Arbeit "Drei Ebenen" von Max Schmelcher wieder. Aus einer mehr als 4.000 Jahre alten Moorschicht, die in einen Stahlrahmen eingelassen ist, hat er geöffnete Portalflügel geschaffen. Das Tor soll auch die Frage aufwerfen, wie die Menschen mit den über Jahrtausende entstandenen natürlichen Ressourcen umgehen. Außerdem sind Werke von Elke Härtel, Michael von Brentano, Martin Schmidt, Eugen Happacher und eine weitere Arbeit von Bruno Wank zu sehen. Sie nehmen auf vielschichtige Weise aktuelle Themen in den Blick wie Artenschutz oder nachhaltiges Bauen. Alle Kunstwerke sind unter www.landesgartenschau-kirche.de/holy-garden-kuenstlerisches-konzept-der-kirchen beschrieben.

Gottesdienste, Kulturangebote, Kinderprogramm und Hopfenchallenge
Zu mehr als 700 Gottesdiensten und spirituellen Impulsen, Bildungs- und Kulturangeboten auf dem gesamten Gelände der Landesgartenschau laden kirchliche Organisationen aus ganz Oberbayern ein. Damit wollen sie die Heiligkeit allen Lebens und die christliche Verantwortung für die Umwelt in den Fokus rücken. Jeden Sonntag um 11 Uhr wird auf der großen Landesgartenschau-Bühne ein ökumenischer Gottesdienst oder konfessioneller Wort-Gottesdienst gefeiert. Bei der "Tea Time um 5 vor 5" gibt es donnerstags individuelle geistliche Impulse im "Holy Garden". Alle 14 Tage findet mittwochs um 17 Uhr ein ökumenisches Friedensgebet statt, täglich um 18 Uhr schließt ein "Paradiesgartensegen" den Tag ab. Angeboten werden auch ein Segensgottesdienst für Liebende, integrative Angebote für Seniorinnen und Senioren sowie behinderte Menschen oder Trauerfeiern auf dem Schaugrab-Gelände der Landesgartenschau. Auf dem Programm stehen zudem Kunstführungen für Erwachsene und Kinder sowie Künstlergespräche. Für Kinder gibt es zudem ein Musical zu Noah und Mitmachangebote, für Jugendliche ein Lichtershow-Projekt. Bei der "Hopfen-Challenge" können Patenschaften für eine Hopfenpflanze übernommen werden, unter anderem wird sich Landesbischof Kopp beteiligen. Zum Abschluss wird Bier aus dem Hopfen gebraut.

Rund 60 Ehrenamtliche, vor allem aus den evangelischen und katholischen Pfarrgemeinden in Kirchheim und Umgebung, unterstützen zum Beispiel bei der Organisation und Logistik, bieten Führungen an und sind zu den Öffnungszeiten im "Holy Garden" als Ansprechpartner vor Ort. Die Frauen und Männer wurden für ihren Einsatz eigens geschult. (kbr)

Hinweise:
Das gesamte kirchliche Programm ist unter www.landesgartenschau-kirche.de abrufbar. Journalistinnen und Journalisten, die zur Berichterstattung an der Segnung des "Holy Garden" teilnehmen möchten, werden um Anmeldung in der Pressestelle des Erzbischöflichen Ordinariats München gebeten unter Telefon 089/2137-1263 oder per E-Mail an pressestelle(at)erzbistum-muenchen.de. Für einen Presse-Zugang zum Veranstaltungsgelände ist eine gesonderte Akkreditierung bei der Landesgartenschau notwendig unter sophia.schreib(at)lgs2024.de.

 

Evangelisch-Lutherisches Dekanat München, Öffentlichkeitsreferat – Pressesprecherin: Gabriele März
Gabelsbergerstr. 6 – 80333 München – Tel. 089/28 66 19-15 – Fax 089/28 66 19-39
E-Mail: pr.dekanat-muc(at)elkb.de  – Homepage: www.muenchen-evangelisch.de

Erzbischöfliches Ordinariat München, Pressestelle – Pressesprecher: Bernhard Kellner
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