Seniorenberatung

"Altern ist schon eine Zumutung" sagte Vicco von Bülow alias Loriot im SZ-Magazin (21.06.2002). Die Menschen in Deutschland werden immer älter. In München sind inzwischen über 20 Prozent der Bevölkerung 60 Jahre und älter, Tendenz steigend. Es ist einerseits schön, dass die meisten Menschen heute nach der Berufsphase noch viele Jahre vor sich haben, um das Leben, die Welt und ihre Familie zu genießen. Andererseits ist es nicht immer nur ein Genuss, älter zu werden, wie Loriot pointiert feststellte.

Die evangelische Kirche in München möchte Menschen in der zweiten Lebenshälfte begleiten, sie fordern mit ihren Erfahrungen und Kenntnissen, sie fördern, Neues zu entdecken, sie unterstützen, wo Hilfe nötig ist.

Die Kirchengemeinden freuen sich über Menschen, die sich mit ihrer Lebens- und Berufserfahrung ehrenamtlich engagieren möchten. Gleichzeitig gibt es in den meisten Gemeinden zahlreiche Freizeitangebote für Senioren.

In einigen Gemeinden und bei der Inneren Mission gibt es eine Psychosoziale Beratung für Senioren, die in allen Fragen rund um das Thema "Älterwerden" weiterhilft.

Wer sich für Seniorenwohnheime oder Betreutes Wohnen interessiert, findet bei der Inneren Mission kompetente Gesprächspartner. Ein ganz eigenes Konzept verfolgt der Förderverein „Nachbarschaftlich leben für Frauen im Alter e.V.“ Außerdem gibt es im Raum München in Trägerschaft des Augustinums drei Wohnstifte sowie ein Sanatorium für Demenzkranke.

Die Offene Altenarbeit der Inneren Mission München koordiniert, berät und unterstützt die Seniorenarbeit in Gemeinden und Serviceeinrichtungen.

Ambulante Pflege bieten die Diakonie- und Sozialstationen des Evangelischen Pflegedienstes München an. Darüber hinaus gibt es eine ganze Reihe weiterer Sozialstationen verschiedener Träger. Seniorenzentren mit Heim- und Pflegeplätzen bieten verschiedene diakonische Einrichtungen (siehe "Sozialstationen").

In den Alten- und Pflegeheimen Münchens werden rund 3000 evangelische Bewohner und Bewohnerinnen und ihre Angehörigen von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden der Evangelischen Altenheimseelsorge seelsorgerlich begleitet. Wir bieten den Mitarbeitenden regelmäßig Ausbildungskurse und Weiterbildung sowie Supervision. Die Gemeinden beraten und unterstützen wir  in Fragen rund um die Altenheimseelsorge. Wir beteiligen uns am gesellschaftlichen Diskurs zu Themen des Älterwerdens und versuchen, die Öffentlichkeit für diese Themen zu sensibilisieren.

„Fahren und begleiten“, so nennt sich der Fahrdienst der evangelischen Kirche, der es Seniorinnen und Senioren in München ermöglicht, das Grab ihrer Angehörigen zu besuchen. Das kostenlose Angebot für den Friedhofsbesuch richtet sich vor allem  an ältere Menschen, die aus gesundheitlichen oder finanziellen Gründen keine Möglichkeit mehr haben, das Grab ihrer Verstorbenen zu besuchen. Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer der evangelischen Kirche holen die Seniorinnen und Senioren zu Hause ab, fahren sie zum Friedhof, begleiten sie zum Grab und bringen sie wieder nach Hause. Unter der Tel. 089/51 56 78 87 kann man sich für eine Fahrt zum Friedhof anmelden. Falls Sie niemanden persönlich erreichen, hinterlassen Sie bitte Ihren Namen und Ihre Telefonnummer auf dem Anrufbeantworter.