Wichtige Informationen von der Tagung der Dekanatssynode am 25.4.2026

Themenschwerpunkt: Gebäude von heute und die Kirche von morgen
Die Synode beschäftigte sich inhaltlich mit der Zukunft von kirchlichen Gebäuden. Dazu hielt Dr. Steffen Schramm, Leiter des Instituts für kirchliche Fortbildung, den Vortrag „Die Gebäude von heute und die Kirche von morgen“. Schramm zeigte anhand der Entwicklung vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart auf, dass sich der kirchliche Gebäudebestand immer wieder verändert hat, genauso wie das Verständnis von Kirche und Gemeinde. Er kommt zu dem Schluss, dass Kirche sich immer wieder verändern muss, um ihren eigentlichen Aufgaben in einer sich wandelnden Welt gerecht zu werden. Bezogen auf die kirchlichen Gebäude gilt es, die Frage zu stellen, wie mit diesen umgegangen werden muss, damit sie einem neuen Konzept von Kirche dienen können. Die Synode beschäftigte sich im Plenum und in Gruppen mit verschiedenen Aspekten seiner Analyse und seinen Ausführungen.

Neues Mitglied für das Präsidium gewählt
In der konstituierenden Sitzung der Dekanatssynode Anfang 2025 wurden Tanja Keller und Stefan Kohls in das Präsidium gewählt. Mit der Wahl zur neuen Synodalpräsidentin der Landessynode wird Tanja Keller jedoch von ihrem Amt als Mitglied des Präsidiums der Dekanatssynode zurücktreten. Als Nachfolgerin wählte die Synode aus dem Dekanatsausschuss Anna Meyer ins Präsidium der Dekanatssynode. Anna Meyer ist Referentin für Schule und Jugendarbeit im Studienzentrum Josefstal e. V. Stadtdekan Dr. Bernhard Liess bedankte sich herzlich bei Tanja Keller für ihr großes Engagement für den Dekanatsbezirk München und ihre Arbeit im vergangenen Jahr – und er beglückwünschte Anna Meyer zu ihrem neuen Amt.

Bericht über die konstituierende Sitzung der Landessynode
Bei der Frühjahrssynode vom 22. bis 26. März 2026 wurde die neue Landessynode gewählt. Die anwesenden Landessynodalen aus dem Dekanatsbezirk München stellten sich im Rahmen der Dekanatssynode kurz mit ihren künftigen Tätigkeiten vor. Dazu gehören: Gesine Glotz, Pfarrerin Stephanie Höhner, Tanja Keller, Luisa Herrmann, Stadtdekan Dr. Bernhard Liess, Dieter Prager, Pfarrerin Dr. Mirjam Sauer, Katja Weitzel sowie Katinka Wöhling. Tanja Keller wurde zur neuen Synodalpräsidentin der Landessynode gewählt.

Bericht aus dem Dekanatsausschuss
Stadtdekan Dr. Bernhard Liess berichtete der Synode über die Arbeit des Dekanatsausschusses. Im Zentrum der vergangenen Sitzungen stand die Gebäudebedarfsplanung. Voraussetzung für den Prozess war Ende April der Beschluss des Ausschusses über die zehn Nachbarschafträume, die voraussichtlich die künftigen Regionalgemeinden werden, im Dekanatsbezirk München. Diese bilden die Grundlage für die Gebäudebedarfsplanung. Mit dem Beschuss des Dekanatsausschusses zur Errichtung einer Geschäftsführerstelle für die Kirchengemeinde Allach-Menzing wurde ein Schritt in Richtung einer künftigen Regionalgemeinde getan. Im Bereich der Verwaltung setzen sich die Gremien des Dekanatsbezirks dafür ein, dass ein Verfahren entwickelt wird, das die Erstellung der Jahresabschlüsse beschleunigt. Bei der Umstellung auf die Doppik ist die Verwaltung derzeit in der Bearbeitung der Jahresrechnung 2022. Zudem beschloss der Dekanatsausschuss die Verteilung des Kirchgeldreinertrags 2025. Darüber hinaus legte das Dekaninnen- und Dekanekollegium dem Dekanatsausschuss einen Geschäftsverteilungsplan vor.

Verwaltungsreform V30+: grundlegende Veränderung der Struktur
Stadtdekan Dr. Bernhard Liess berichtete der Synode über den aktuellen Stand des landeskirchlichen Prozesses „Verwaltungsreform V30+“. Mit dem Prozess wird das System der Verwaltungen grundlegend verändert. Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen sollen künftig entlastet werden, gleichzeitig sollen die Abläufe in der Verwaltung durch Standardisierung und Digitalisierung so optimiert werden, dass sie finanzierbar bleiben.

Ein wichtiger Bestandteil der Reform ist der Aufbau von Regionalverwaltungen innerhalb der Landeskirche. Der Dekanatsbezirk München wird zusammen mit den Dekanatsbezirken Weilheim, Fürstenfeldbruck und voraussichtlich Bad Tölz die Regionalverwaltung „8“ bilden. Bis Ende 2026 wird dazu ein Prozess eingeleitet, bei dem die Grundlagen ermittelt und ein Konzept erstellt wird. Ab 2027 folgen dann konkrete Maßnahmen.  Ziel ist es, die Verwaltungsleistungen bis 2030 mit 15 Prozent weniger Ressourcen als 2025 zu erbringen. Für die Weichenstellung sind Regionalteams vorgesehen. Diese bestehen aus einem Lenkungskreis (mit Dekan*innen und Verwaltungsleitungen der Dekanatsbezirke sowie Delegierte) und Arbeitsgruppen auf Fachebene.  

Auf Ebene der Kirchengemeinden soll in jeder Regionalgemeinde eine kirchengemeindliche Geschäftsführung eingerichtet werden. Die Kirchengemeinden selbst bleiben eine Körperschaft. Zusätzlich ist geplant, dass die Regionalgemeinden eine eigene Rechtspersönlichkeit werden sollen.

Informationen zur Arbeit der „AG Strategie und Finanzen“
Dekanin Dr. Barbara Pühl berichtete über den aktuellen Stand der „AG Strategie und Finanzen“. Der Dekanatsausschuss hatte vergangenes Jahr das ermittelte Einsparziel von 20 Prozent bis 2030 beschlossen. Im Zuge der wirkungsorientierten Finanzplanung werden von der „AG Strategie und Finanzen“ kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen entwickelt, um die Finanzstabilität nachhaltig zu sichern. Dazu werden derzeit alle Arbeitsbereiche hinsichtlich ihrer Notwendigkeit und Finanzierbarkeit überprüft, anhand von Kriterien wie beispielsweise Zukunftsfähigkeit, theologische oder gesellschaftliche Relevanz, Spiritualität oder Dienst an der Gesellschaft. Für die Arbeitsbereiche werden Ziele definiert, die Mitte des Jahres vorliegen und diskutiert werden sollen. Erste Maßnahmen für den Haushalt 2027 liegen bereits vor.

Sachstand Nachbarschafträume/Regionalgemeinden und Gebäudebedarfsplanung
Dr. Claudia Häfner, Fachdekanin für Bau und Immobilien, erläuterte der Synode den aktuellen Stand des Prozesses für die Gebäudebedarfsplanung im Dekanatsbezirk. Bis 21. Mai 2026 wird in allen zehn Nachbarschaftsräumen der Auftakttermin stattgefunden haben. Bis 15. Dezember 2026 soll über die Kategorisierung des Gebäudebestands entschieden werden, dann wird der Gebäudebedarfsplan bei der Landeskirche eingereicht.

Dr. Claudia Häfner wies noch einmal daraufhin, dass der gesamte Prozess mehrere Jahre dauern wird, da die Gebäudebedarfsplanung Hand in Hand mit einer Gemeindeentwicklung geht. Die Schwerpunktsetzung in den Regionalgemeinden oder auch die Entwicklung von Gebäuden, wenn etwa ein passender Kooperationspartner gesucht werden muss, ist ein längerfristiger Prozess. Auch deshalb ist bewusst ein Beteiligungsprozess initiiert worden, weil die Beteiligung der Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen am Prozess essenziell ist. Die Synodalen diskutierten in der Sitzung ausführlich über das Thema, stellten Rückfragen und gaben Hinweise auf noch zu klärende Aspekte.

Geschäftsverteilungsplan des Dekaninnen- und Dekanekollegiums
Das Dekaninnen- und Dekanekollegium hat einen Geschäftsverteilungsplan im Einvernehmen mit Regionalbischof Thomas Prieto Peral beschlossen. Dekanin Stefanie Ott-Frühwald präsentierte der Synode den Plan. Er beinhaltet die Zuständigkeit der Dekaninnen und Dekane für die Kirchen-gemeinden und kirchlichen Einrichtungen. Zudem enthält er die Zuständigkeit für dekanatliche Aufgaben. Ziel des Plans ist eine kollegiale Leitung im Dekanatsbezirk zu etablieren. Für jeden Bereich gibt es Stellvertretungen, um Multiperspektivität herzustellen. Der Dekanats-ausschusses hat dem Geschäftsverteilungsplan zur Kenntnis genommen. Dieser wird nun dem Landes-kirchenamt zur Genehmigung vorgelegt wird. 

Abschlussbericht: Diakon Dietmar Frey geht Ende des Jahres in den Ruhestand
Diakon Dietmar Frey geht am 30. November 2026 in den Ruhestand. In seiner letzten Synoden-sitzung gab er einen kurzen Überblick über die Entwicklungen und Herausforderungen seiner Tätigkeiten in den vergangenen 25 Jahren. Seit 2001 war Dietmar Frey Referent der Stadtdekane und der Stadtdekanin und war zugleich Geschäftsführer der drei Organe des Dekanatsbezirks München. In dieser Rolle begleitete er sämtliche Strukturreformen, führte ein systematisches Beschlussmanagement ein und überwachte als Sozialbetriebswirt den Dekanatshaushalt. Er war maßgeblich am Aufbau der „Evangelischen Notfallseelsorge“, des „Kita-Zweckverbandes EKiM“, der Dekanatsstiftung „Wort und Tat“ und der „Stiftung Versöhnungskirche Dachau“ beteiligt. Darüber hinaus war er Beauftragter für die „Internationalen Partnerschaften“ und die evangelischen Kindertageseinrichtungen im Dekanatsbezirk. Weitere Funktionen umfassten unter anderem die Tätigkeit als Geschäftsführer der „Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen“ in München, des „Rates der Religionen“, des Kuratoriums der Versöhnungskirche Dachau sowie als Beirat der diakonia gGmbH. Stadtdekan Dr. Bernhard Liess dankte Dietmar Frey im Namen der Dekanatssynode für sein langjähriges, engagiertes Wirken und für all die geleistete Arbeit.

 

München, 29.04.2026


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Gabriele März
Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit