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Aktuelles

Maxvorstadt
Bildrechte Dekanat München

Zur Erinnerung an die Opfer des Anschlags auf den Demonstrationszug von Verdi findet am Jahrestag eine Gedenkveranstaltung statt. Unter dem Titel "Wir trauern gemeinsam" beginnt die Veranstaltung am Freitag, 13. Februar um 13 Uhr am Ort des Geschehens in der Seidlstraße/Ecke Karlstraße. Veranstalter sind die Landeshauptstadt München und die Gewerkschaft Verdi. Mit der Veranstaltung soll auch ein Zeichen der Solidarität gesetzt werden und die Verbundenheit mit all jenen ausgedrückt werden, die nach dem Anschlag Unterstützung, Halt und praktische Hilfe geleistet haben – wie Gewerkschaften, Kirchen, Polizei und weitere gesellschaftliche Institutionen. Auch Stadtdekan Dr. Bernhard Liess wird an der Gedenkveranstaltung teilnehmen: "Ich denke mit großer Trauer an die Opfer und Verletzten und bin nach wie vor entsetzt über den Hass, der in so einem brutalen Anschlag zum Ausdruck kommt. Und zugleich hat mich die große Anteilnahme über alle Konfessionen und Religionen hinweg sehr bewegt. Unsere Gesellschaft ist verletzlich. Um so wichtiger ist es, dass wir für eine offene, pluralistische und tolerante Gesellschaft mutig eintreten". Am 13. Februar 2025 wurden bei dem Anschlag auf einen Verdi-Streikzug zwei Menschen getötet, 44 weitere wurden dabei schwer verletzt.

Symposium: Demokratie stärken
Bildrechte Vorstand Stiftung Weiter-Denken/iStock

Zum Thema "Demokratie stärken: Beteiligen statt Polarisieren" findet am Donnerstag, 29. Januar, 18 bis 21 Uhr, in der Stadtbibliothek im Motorama, Rosenheimer Straße 30-32, ein Symposium statt. An dem Austausch nehmen Aktive und Vertreter/innen verschiedener Initiativen und Organisationen teil, die versuchen, die Demokratie im vorpolitischen Raum zu stärken. Darunter sind Dr. Johannes Hillje, Progressives Zentrum Berlin, Leonie Pessara und Sebastian Nitzsche, MAGNET – Werkstatt für Verständigung gUG, Marie Scholz, "aula – Beteiligung und aktive Mitbestimmung" und Lisa Braner, "Löwenfans gegen Rechts". Ziel dieser zivilgesellschaftlichen Initiativen ist es, die Emotionen nicht den Polarisierern zu überlassen, sondern über diese demokratischen Ziele und Werte stark zu machen. Sie setzen auf Verständigung und die Erfahrung von Selbstwirksamkeit. Die Konferenz wird von der Stiftung Weiter-Denken und der Münchner Stadtbibliothek veranstaltet. Eine Anmeldung wird erbeten unter: info(at)stiftung-weiter-denken.de. Weitere Informationen unter: www.stiftung-weiter-denken.de

March of Living Dachau
Bildrechte March of Living Dachau

Zum Internationalen Holocaust-Gedenktag findet am Sonntag, 25. Januar 2026 um 14 Uhr in Dachau ein Lebensmarsch, eine bayerische Version des "March of the Living", statt. Ziel ist ein sichtbares und würdiges Zeichen gegen Judenhass sowie für Verantwortung, Erinnerung und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Der Demonstrationszug startet im Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte Dachau und endet am Bahnhof Dachau - einem Ort, der symbolisch für den historischen Kontext des damaligen Leidensweges steht, an dem die Deportierten ankamen. Vor dem Start wird die Veranstaltung in der KZ-Gedenkstätte eröffnet. Die Schirmherrin Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, und Stefan Löwl, Landrat des Landkreises Dachau, werden Grußworte sprechen.

Im Anschluss folgen kurze Beiträge von Schülerinnen und Schülern aus Dachau und München sowie von Akteuren der Erinnerungsarbeit. Mit der Gedenkveranstaltung soll die Erinnerung lebendig gehalten werden, um aus der Geschichte für die Zukunft einer Gesellschaft zu lernen, in der Menschenwürde, Demokratie und Freiheit unantastbar sind. Der Marsch steht auch für den Zusammenhalt gegen Hass, Antisemitismus und Ausgrenzung. Der Evangelisch-Lutherische Dekanatsbezirk München beteiligt sich an dem Lebensmarsch und ruft zur Teilnahme auf. "Ich unterstütze den Lebensmarsch und werde mich auch daran beteiligen, da mir die Erinnerungskultur an die Shoa sehr am Herzen liegt. Die Beteiligung junger Menschen ist unendlich wichtig.", sagt dazu Stadtdekan Dr. Bernhard Liess.

Unsere nächsten Termine

Pressemeldungen

Termin: Montag, 24. November 2025 um 17 Uhr 
St. Markus Kirche 
Gabelsbergerstraße 6 
80333 München
 

Jedes Jahr sterben rund 100 Menschen in München auf der Straße oder in städtischen Notunterkünften und Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe. Und oft sterben sie ohne den Beistand von Familienangehörigen oder dem Freundeskreis. Der Kontakt zur Familie ist meist abgebrochen oder verloren gegangen, und auch Freundschaften lassen sich schwer pflegen, wenn man keinen festen Wohnsitz, kein Zuhause hat. Rund 13.500 Frauen, Männer und Kinder sind derzeit in München wohnungs- oder obdachlos. Die Menschen, die sich in den städtischen Notunterkünften, Beherbergungs-betrieben und anderen Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe um sie kümmern, sind oft die einzigen Begleiter am Lebensende und kommen ihren Klient*innen in dieser Phase oft näher als zuvor. Daher müssen auch sie in Würde Abschied nehmen können von den Verstorbenen. Zehn Träger der Wohnungslosenhilfe laden daher am 24. November wieder zum ökumenischen Gedenkgottesdienst für die wohnungslosen Verstorbenen des vergangenen Jahres. 

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