Kiew

Im Rahmen der Städtepartnerschaft München-Kiew entstanden Beziehungen zur dortigen deutschen Evangelisch-Lutherischen Gemeinde St. Katharina. Nach dem Zerfall der Sowjetunion wurde die kleine Gemeinde Deutschstämmiger am 10.12.1990 beim Magistrat der Stadt registriert. Betreut durch einen von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) entsandten Pfarrer hat die Gemeinde eine erstaunliche Entwicklung vollzogen. Die 1854 erbaute St. Katharinenkirche dient seit Oktober 2000, solide renoviert mit Unterstützung der Bayerischen Landeskirche, wieder als Gemeindemittelpunkt. Die Gemeinde selbst erreicht sehr viel mehr Menschen als die knapp 400 Mitglieder. Doch ist sie auf Unterstützung von außen angewiesen.

Die durch die Partner in München garantierte Grundversorgung vermittelt eine Sicherheit, die sonst in der Ukraine kaum zu finden ist. Neben humanitären Maßnahmen wie Medikamentenhilfe und Unterstützung für alte Menschen werden besondere Erholungsangebote für Kinder und Erwachsene von München aus finanziert. Die stabile Gemeinde ist wichtiger Partner bei zwei sozialen Projekten, die vom Kiew-Ausschuss initiiert wurden und einem größeren Personenkreis in Kiew zugute kommen:

Unter­stützung der Kinderonkologie im Lomonosow-Krankenhaus zusammen mit anderen Hilfsorganisationen
Beschäftigungs- und Arbeitstherapie für geistig und seelisch behinderte Frauen im Swjatoschinskij Internat in Zusam­menarbeit mit dem Diakoniewerk Züssow, dem Collegium Augustinum und dem Sozialreferat der Stadt Kiew.