Paris

Seit 1964 gibt es eine Beziehung zur der „Inspection de Paris“ der „Eglise Egangélique Luthérienne de France“ (EELF). Dieser Minderheitenkirche gehören in Frankreich ca. 40.000 Mitglieder an, rund 10.000 davon leben in Paris und Umgebung, gegliedert in 19 Gemeinden. Mit 13 dieser Gemeinden haben Münchner Kirchengemeinden im Laufe der Jahre bilaterale Beziehungen aufgenommen. Man trifft sich einmal jährlich zur „Lutherischen Begegnung“, abwechselnd in Paris und München, und zwischendurch bei Besuchen, die von den einzelnen Gemeinden organisiert werden.

Charakteristisch für die „Lutherische Begegnung“ ist die Kombination von Bildung und Begegnung. In jedem Jahr gibt es ein Hauptthema, das gemeinschaftlich vorbereitet wird, und Gemeindekontakte, die sich an den sonntäglichen Gottesdienst anschließen. Die Themen der letzten Jahre waren: „Wie schön und lieblich ist’s, wenn Brüder in Einheit zusammen wohnen“ (Paris 2002), „Biblische Themen in Kunst und Kultur“ (2003 München), „Die Rolle der Laien in der Kirche von morgen“ (2004 Paris).

Getragen wird diese Partnerschaft auf beiden Seiten von einem Komitee. In München werden die Partner von der Stadtdekanin und in Paris von der dortigen Bischöfin („Inspecteur“) empfangen. Charakteristisches Merkmal für diese Partnerschaft ist vor allem die unterschiedliche Diasporasituation für evangelische Christen in Oberbayern und Frankreich, die das Gemeindeleben prägt: So haben die Pariser Gemeinden trotz bescheidener materieller Ausstattung eine starke charismatische Ausstrahlung.