Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse der Dekanatssynode vom 18. März 2014

„Jugend in der Kirche“: Mehrkostenfinanzierung
Das Kirchenzentrum Rogatekirche in Ramersdorf soll in Zukunft gemeinsam von der Kirchengemeinde und der Evangelischen Jugend München (EJM) genutzt werden. Dafür muss das Zentrum umgestaltet werden. Die Dekanatssynode hat dem geplanten Umbau und dem Finanzierungskonzept in der Sitzung vom 24. April 2013 zugestimmt. Für die Kosten des Projekts „Jugend in der Kirche“ wurden Mittel in Höhe von 3,4 Mio Euro bereitgestellt und in diesem Kostenrahmen ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben. In der Sitzung vom 30. Juli 2013 hat sich die Synode der Entscheidung der Jury für die Arbeit der Architekten Manfred Drescher & Dieter Kubina angeschlossen und den Umbau der Rogatekirche beschlossen.

Nach derzeitigem Planungsstand erfordert die vollständige Umsetzung des Bauprojekts jedoch über den bisherigen Kostenrahmen hinaus weitere Mittel in Höhe von 1,09 Mio. Euro. Um diese Finanzierungslücke zu schließen, werden bei der Landeskirche Mittel in Höhe von 840.000 Euro beantragt. Da das Projekt inhaltlich und wirtschaftlich nach wie vor die Zustimmung der Synode hat, beschloss sie, die noch offenen 250.000 Euro aus Mitteln des Dekanatsbezirks München zu finanzieren - vorbehaltlich des Zuschusses der Landeskirche. Die Dekanatssynode hat in der Sitzung noch einmal ausdrücklich darauf hingewiesen, dass dieser erweiterte Kostenrahmen unbedingt einzuhalten ist. Es wurde zudem vorgeschlagen, dass der Grundstücks- und Bauausschuss sich grundsätzlich mit den Rahmenbedingungen von Ausschreibungen befassen soll, um derartige Kostenüberschreitungen möglichst schon im Vorfeld zu verhindern.

Augustinum kauft Simeonskirche
Bereits seit 2006 gibt es Gespräche zwischen der Augustinum gGmbH, dem Kirchengemeindeamt und der Kirchengemeinde über einen möglichen Verkauf der Simeonskirche in Kleinhadern. Initiiert wurde die Idee vom Augustinum. Das Grundstück der Simeonskirche bietet ihm die letzte Erweiterungsoption innerhalb des Geländes von Wohnstift und Klinikum. Aufgrund des erheblichen Sanierungsbedarfs der Kirche ist es für die Gemeinde von Vorteil, sich mit dem Wohnstift zusammenzuschließen. Die Dekanatssynode hat dem Verkauf der Kirche an die Augustinum gGmbH in der gestrigen Sitzung zugestimmt. Die Kirche soll abgerissen werden. Im Wohnstift des Augustinums sollen bestehende Räumlichkeiten für die Gemeinde zu einen Kirchenraum umgebaut werden. Die Kirchengemeinde erhält ein uneingeschränktes, unentgeltliches und unbefristetes Nutzungsrecht. Der Kirchenraum wird künftig vom Wohnstift und der Kirchengemeinde gemeinsam genutzt.

Neubau Nikodemuskirche wird nicht durchgeführt
Die Dekanatssynode hat in der Sitzung den Planungsstopp zum Neubau der Nikodemuskirche beschlossen. Der Neubau ist nach Abschluss der Analyse des Immobilienstrukturausschusses und Beratung durch den Grundstücks- und Bauausschuss mit Gesamtkosten von 4,2 Mio. wirtschaftlich nicht umsetzbar. Aufgrund der prognostizierten Gemeindeentwicklung erscheint fraglich, ob die Kirchengemeinde die Bewirtschaftungskosten für den Neubau tragen kann. Daher erscheint eine Weiterverfolgung des Neubau-Projekts nicht sinnvoll. Vielmehr wird gemeinsam darüber nachgedacht, wie das Raumprogramm verkleinert und eine günstigere Baulösung gefunden werden kann. Derzeit wird zwischen Bauausschuss und Kirchengemeinde der Umfang der notwenigen Sanierungsmaßnahmen verhandelt. Die bisher entstandenen Planungskosten von rund 240.000 Euro werden je zur Hälfte von der Landeskirche und dem Dekanatsbezirk übernommen.

Wiederbesetzung der Abteilungsleitungen im Kirchengemeindeamt
Seit 2010 lag im Kirchengemeindeamt die Abteilungsleitung für Finanz- und Personalwesen in einer Hand. Dies hat sich nicht bewährt. Deshalb wurde gestern darüber beraten, die Abteilungen Personal- und Finanzwesen künftig wieder zu trennen. Die Dekanatssynode hat einer getrennten Ausschreibung der seit einigen Wochen unbesetzten Abteilungsleitungsstellen zugestimmt.


Gottesdienste, Veranstaltungen und Termine:

Facebook: Leitfaden für Kirchengemeinden und Einrichtungen
„Soll ich, soll ich nicht … auf Facebook?“, so lautet der Titel einer neuen Broschüre, die Kirchengemeinden und Einrichtungen im Evangelisch-Lutherischen Dekanatsbezirk München bei dieser Entscheidung unterstützen soll. Ein Exemplar des neuen Leitfadens wird als Print-Ausgabe in der kommenden Woche kostenlos an alle Kirchengemeinden und Einrichtungen verteilt. Als pdf-Datei zum Download steht die Broschüre aber auch auf der Website des Evangelischen Bildungswerks München unter www.ebw-muenchen.de und auf der Website des Dekanatsbezirks München zur Verfügung. Der Leitfaden wurde im Arbeitskreis „Social Media im Dekanatsbezirk München“ entwickelt, der sich in Folge des Theologischen Studientags „Facebook, Twitter und Co“ des Dekanats München gründete. Der Leitfaden entstand mit Fördermitteln des Projektausschusses Internet der Landeskirche unter der Federführung des ebw.

Evangelische Altenheimseelsorge: neue Website
Die Evangelische Altenheimseelsorge hat seit Ende Februar eine eigene Website. Unter www.evangelische-altenheimseelsorge-muenchen.de können Informationen zu den Themen Pflege und Demenz, zum Friedhofsfahrdienst und zu Aus- und Fortbildungsangeboten online abgerufen werden.

Personalien:
Neuer Dekan im Prodekanat München-Süd
Neuer Dekan im Prodekanatsbezirk München-Süd ist seit Anfang Februar 2014 Christoph Grötzner. Der 54-jährige Pfarrer übernimmt mit diesem Amt zudem die erste Pfarrstelle an der Apostelkirche in Solln. Der Sitz des Prodekanats wechselt damit von der Himmelfahrtskirche Sendling nach Solln. Der Prodekanatsbezirk München-Süd ist einer von sechs Prodekanatsbezirken im Evangelisch-Lutherischen Dekanatsbezirk München. Er umfasst elf Gemeinden mit rund 47.000 Gemeindegliedern.

Evangelische Jugend München: Pfarrer Michael Stritar wird neuer Leiter
Dekanatsjugendpfarrer wird ab 1. Juni 2014 Pfarrer Michael Stritar. Der 38-jährige Pfarrer ist seit 2007 Pfarrer an der Christuskirche in Kempten. Seine Schwerpunkte in der Gemeinde waren unter anderem Jugend- und Konfirmandenarbeit, darüber hinaus war er Dekanatsjugendpfarrer für das Dekanat Kempten im Nebenamt. Michael Stritar wird am 4. Juli 2014 um 16 Uhr in der Rogatekirche von Kirchenrat Klaus Schmucker, Leiter der Evangelischen Dienste München, in sein Amt eingeführt.

Die Mitteilung über wichtige Ergebnisse der Dekanatssynode können auch über die Website www.muenchen-evangelisch.de oder über das Intranet des Evangelisch-Lutherischen Dekanatsbezirks München unter der Rubrik „Dekanatssynode“ abgerufen werden.

Rückfragen bitte an:
Gabriele März
Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit