Pressemitteilungen

Abschlussbericht Ltd. Kirchenrechtsdirektor Florian Baier
Ltd. Kirchenrechtsdirektor Florian Baier tritt zum 1. Oktober 2023 sein neues Amt als Oberkirchenrat und Leiter der Abteilung "Gemeinden, Kirchensteuer und Kirchenverfassung" im Landeskirchenamt an. Seit 2019 war Florian Baier Geschäftsführer des Kirchengemeindeamtes im Evangelisch-Lutherischen Dekanatsbezirk und der Gesamtkirchengemeinde München. Er legte der Synode einen Abschlussbericht vor, in dem er über die Herausforderungen in der Verwaltung in den vergangenen viereinhalb Jahren berichtete. Seine Amtszeit wurde stark von äußeren Krisen wie der Corona-Pandemie beeinflusst. Um arbeitsfähig zu bleiben, musste die Verwaltung beispielsweise in kürzester Zeit auf Home-Office umgestellt und digitalisiert werden. Mit der Einführung der kirchlichen Doppik, der Projektentwicklung im Bereich des Immobilienmanagements und der Einführung eines koordinierten Umweltmanagements wurden für die Zukunftsfähigkeit des Dekanatsbezirks zudem große Meilensteine gelegt und erfolgreich umgesetzt. Im Fokus stand aber auch die Mitarbeitendenzufriedenheit, beispielsweise wurde dem Kirchengemeindeamt das "Evangelische Gütesiegel Familienorientierung" verliehen. Stadtdekan Dr. Bernhard Liess dankte Florian Baier im Namen des Dekanatsbezirks München für die geleistete Arbeit. Florian Baier wird am 24. Juli 2023 um 16 Uhr in einem feierlichen Gottesdienst in St. Markus verabschiedet.

Nach 81 Jahren wird das Kulturgut an den Ort Kuzniczysko in Polen zurückgegeben

Die Uhrglocke der Golgathakirche in Ludwigsfeld wird am 25. Juli 2023, 9.30 Uhr, vor der Kirche, Kristallstraße 8, in einem feierlichen Akt wieder an ihre Heimatkirche in Polen zurückgegeben. Im Jahr 1792 wurde sie in der Glockengießerei Johann George Krieger in Breslau für die evangelische Kirche im Ort Großhammer in Schlesien, heute Kuzniczysko in Polen, gegossen. 1942 wurde sie abgenommen und nach Hamburg gebracht, um das Metall für Kriegszwecke einzuschmelzen. Wie diese Glocke, die ein wichtiges Kulturgut darstellt, gerettet und in den Wirren des Zweiten Weltkriegs und der Nachkriegszeit ihren Weg in die evangelische Golgathakirche in Ludwigsfeld gefunden hat, ist nicht bekannt.

In evangelischen Kirchen stehen von Juni bis September über 30 Orgelkonzerte auf dem Programm

Vor zehn Jahren entstand die Idee, während der Sommermonate die Menschen mit einem Orgelfestival in die kühlen Sakralbauten der evangelischen Kirche zu locken. Dieses Jahr feiert der Münchner Orgelsommer sein 10-jähriges Jubiläum: Vom 30. Juni bis 10. September 2023 stehen über 30 Konzerte in sechs evangelischen Kirchen auf dem Programm. Es spielen Organistinnen und Organisten aus dem In- und Ausland, wie der international anerkannte Organist Wayne Marshall aus Großbritannien. Der Eintritt zu allen Konzerten ist frei.

Der Orgelsommer wird am 30. Juni 2023 um 19.30 Uhr in St. Matthäus eröffnet. Es spielen Landeskirchenmusikdirektor Ulrich Knörr sowie die Kantoren der veranstaltenden Kirchen: Armin Becker (St. Matthäus), Kirchenmusikdirektor Klaus Geitner (Himmelfahrtskirche Sendling), Kirchenmusikdirektor Michael Grill (Erlöserkirche), Kirchenmusikdirektor Tobias Frank (St. Lukas) und Kirchenmusikdirektor Michael Roth (St. Markus). Stadtdekan Dr. Bernhard Liess spricht ein Grußwort.

Der Spatenstich für den Neubau mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadt München, der Diakonie München und Oberbayern, Himmelfahrtskirche Pasing und des Evangelisch-Lutherischen Dekanatsbezirks München
Bildrechte Dekanat

Gemeinsame Presseeinladung des Evangelisch-Lutherischen Dekanatsbezirks München und der Diakonie München und Oberbayern

Auf einem Grundstück, auf dem bisher ein Gemeindezentrum der Himmelfahrtskirche Pasing stand, entstehen am Standort Lochhausen, Giggenbacherstraße 20, Wohnungen für Frauen und Kinder, die wohnungslos oder von Wohnungslosigkeit bedroht sind. Der Evangelisch-Lutherische Dekanatsbezirk München baut dort eine neue Wohnanlage mit vier Häusern, davon wird eines vom Evangelischen Hilfswerk der Diakonie München und Oberbayern angemietet.

Zwei weitere Gebäude werden im Rahmen der einkommensorientierten Förderung (EOF) vermietet. Für diese beiden Gebäude hat die Diakonie das Vorschlagsrecht. Der Spatenstich für den Neubau mit Stadtdekan Dr. Bernhard Liess und Andrea Betz, Vorstandssprecherin der Diakonie München und Oberbayern, findet am 14. Juni um 16 Uhr statt. Hierzu möchten wir Sie als Medienvertreter*in einladen. Über eine kurze Rückmeldung (presse@diakonie-muc-obb.de) oder (pr.dekanat-muc@elkb.de) freuen wir uns.

Projekt "Evangeliumskirche – auf dem Weg zu einer Diakoniekirche"
Eine Kirche als Anlaufpunkt für Menschen in allen Lebenslagen – mit Räumen für Beratung und Gespräche, für Gottesdienste und kulturelle Veranstaltungen. Dafür wurde die Evangeliumskirche im Hasenbergl umgebaut. Die Einweihung der neuen Räume fand Anfang April statt. Felix Reuter, Dekan im Prodekanat München-Nord, berichtete über die Feierlichkeiten und informierte über die weitere Planung der Konzeptionsbildung des Projektes "Evangeliumskirche – Auf dem Weg zu einer Diakoniekirche". Die Synode bittet die Verantwortlichen des Projekts im Herbst 2023 ein Konzept vorzulegen.

Am Freitag, den 28. April 2023, eröffnen die Diakonie München und Oberbayern und der Evangelisch-Lutherische Dekanatsbezirk München gemeinsam ein inklusives Haus für Kinder und Jugendliche in Haar. In dem neuen Gebäude im Fasanenweg 44 baut die Diakonie München und Oberbayern derzeit mehrere Jugendhilfeangebote auf: eine heilpädagogische Tagesstätte für Vorschul- und Schulkinder der Region, eine inklusiv-therapeutische Wohngruppe für Kinder und Jugendliche sowie Verselbständigungsgruppen für junge Männer ab 16 Jahren. Im Obergeschoss des Gebäudes befindet sich zudem eine Wohngemeinschaft mit vier Zimmern für Mitarbeitende der Diakonie München und Oberbayern.

Landesstellenplan: Beschlussfassung
Die Dekanatssynode hat die Verteilung der Stellen für den Evangelisch-Lutherischen Dekanatsbezirk München im Rahmen des Landesstellenplans beschlossen. Für den Dekanatsbezirk hat die Landesstellenplanung eine Kürzung von insgesamt 9,64 Prozent zur Folge. Dies bedeutet, dass bis Sommer 2024 in einigen Kirchengemeinden theologisch und theologisch-pädagogische Stellen reduziert werden müssen. Die Einwendungen von betroffenen Kirchengemeinden wurden geprüft und das Benehmen hergestellt. Im dekanatsweiten Dienst wird eine Stelle in der Evangelischen Jugend München sowie die halbe Stelle der Beratungsstelle "Neue Religiöse Bewegungen" gestrichen. Eine Stelle mit dem Auftrag "Kirche im digitalen Raum" soll neu errichtet werden. Der Beschluss beinhaltet auch die Verteilung der Stellen in der Kirchenmusik, der Klinik- und Hochschulseelsorge sowie die Konzeptionen bestimmter Arbeitsbereiche (u.a. Altenheimseelsorge).

Aufruf zu Spenden und Gebeten für die Bevölkerung in der Türkei und Syrien

Mit großer Bestürzung verfolgt der "Rat der Religionen München" die Folgen des katastrophalen Erdbebens im Südosten der Türkei und dem Norden Syriens. Er ruft zur Solidarität mit den Menschen vor Ort auf. Die Religionsgemeinschaften teilen die Trauer um die zahlreichen Toten und den Schmerz mit den Angehörigen und nehmen die Opfer, die Verletzten, die Angehörigen und Vermissten in ihr Gebet auf und sind mit den Gedanken bei ihnen. Viele Gemeinden laden zu Gottesdiensten, Gebeten und Fürbitten ein. Die christlichen Sprecher des "Rates der Religionen" Stadtdekan Dr. Bernhard Liess und Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg rufen im Namen des "Rates des Religionen München" zu Spenden für die notleidende Bevölkerung in der Erdbebenregion auf.

Wohnanlage für wohnungslose Frauen in Langwied
Auf einem Grundstück der Himmelfahrtskirche Pasing in der Giggenbacherstraße 20 in Langwied wird eine neue Wohnanlage mit vier Häusern entstehen. Das bestehende Gemeindehaus soll ersetzt, drei weitere Gebäude im Anschluss daran gebaut werden. Die Häuser werden an die Diakonie München und Oberbayern vermietet, die dort Wohnungen und Wohngruppen für wohnungslose Frauen und Frauen mit Kindern einrichten möchte. In einem der Häuser wird ein Veranstaltungsraum errichtet, der von der Kirchengemeinde genutzt, aber auch von Vereinen und sozialen Gruppen angemietet werden kann. Der Leitende Kirchenrechtsdirektor Florian Baier, Geschäftsführer des Kirchengemeindeamtes München, hat in der Synode darauf hingewiesen, dass die Kirche trotz schwieriger finanzieller Rahmenbedingungen mit diesem Projekt für Menschen baut, die auf dem freien Markt kaum Chance auf eine Wohnung hätten. Die Baukosten für das gesamte Projekt belaufen sich auf rund 5,85 Millionen Euro. Die Maßnahme wird von einem Generalunternehmer realisiert. Ziel ist, dass sich das Projekt langfristig selbst tragen soll. Die Dekanatssynode stimmte dem Konzept und der Realisierung des Bauprojektes zu.

Konzept zur Klimaneutralität beschlossen
Die Dekanatssynode hat im Herbst 2021 beschlossen, dass der Dekanatsbezirk München bis zum Jahr 2035 klimaneutral sein soll. Auch soll das Klimaschutzkonzept der Landeskirche im Dekanatsbezirk konsequent umgesetzt und das „Grüne Datenkonto“ flächendeckend eingeführt werden. Die Dekanatssynode hatte dafür eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die nun ein erstes Konzept unter dem Titel „Bewahrung der Schöpfung - Klimaneutralität im Dekanatsbezirk München“ erarbeitet hat. Das Konzept beinhaltet ein Zwölf-Punkte-Programm. Genannt werden dort beispielsweise die energetische Sanierung des Immobilienkernbestandes, die Energieerzeugung und -speicherung an Gebäuden oder eine nachhaltige Beschaffung. Die Dekanatssynode hat in der Sitzung das Klimakonzept beschlossen. Der landeskirchliche Umweltbeauftragte PD Dr. Wolfgang Schürger stellte in diesem Zusammenhang die Bemühungen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern zur Klimaneutralität vor und bezeichnete das von der Dekanatssynode beschlossene Papier als einen richtigen und wichtigen Schritt.