Aktuelles

Maxvorstadt
Bildrechte Dekanat München

Zur Erinnerung an die Opfer des Anschlags auf den Demonstrationszug von Verdi findet am Jahrestag eine Gedenkveranstaltung statt. Unter dem Titel "Wir trauern gemeinsam" beginnt die Veranstaltung am Freitag, 13. Februar um 13 Uhr am Ort des Geschehens in der Seidlstraße/Ecke Karlstraße. Veranstalter sind die Landeshauptstadt München und die Gewerkschaft Verdi. Mit der Veranstaltung soll auch ein Zeichen der Solidarität gesetzt werden und die Verbundenheit mit all jenen ausgedrückt werden, die nach dem Anschlag Unterstützung, Halt und praktische Hilfe geleistet haben – wie Gewerkschaften, Kirchen, Polizei und weitere gesellschaftliche Institutionen. Auch Stadtdekan Dr. Bernhard Liess wird an der Gedenkveranstaltung teilnehmen: "Ich denke mit großer Trauer an die Opfer und Verletzten und bin nach wie vor entsetzt über den Hass, der in so einem brutalen Anschlag zum Ausdruck kommt. Und zugleich hat mich die große Anteilnahme über alle Konfessionen und Religionen hinweg sehr bewegt. Unsere Gesellschaft ist verletzlich. Um so wichtiger ist es, dass wir für eine offene, pluralistische und tolerante Gesellschaft mutig eintreten". Am 13. Februar 2025 wurden bei dem Anschlag auf einen Verdi-Streikzug zwei Menschen getötet, 44 weitere wurden dabei schwer verletzt.

Valentinstag 2026
Bildrechte Pixabay/Manish Dhawan

Rund um den Valentinstag am Samstag, 14. Februar 2026 bieten einige Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen in und um München Segnungsgottesdienste und besondere Veranstaltungen an: In Schwabing laden Pfarrer Andreas Braveny und Pfarrer Dr. Felix Leibrock um 18.30 Uhr zu einem stimmungsvollen Abendgottesdienst in die Erlöserkirche ein. Um 19 Uhr findet ein ökumenischer Gottesdienst mit Pfarrerin Annedore Becker in der Jesuskirche in Haar statt. Eine ganz andere Art den Valentinstag zu feiern, bietet das Spirituelle Zentrum St. Martin. Unter dem Titel "Wegbegegnungen mit biblischen Liebesgeschichten" kann man von 9.30 bis 17 Uhr auf dem Münchner Jakobsweg von Herrsching nach Schondorf mit Dr. Traugott Roser, Petra Richter und Michael Kaminski pilgern. Alle Veranstaltungen und weitere Informationen sind unter www.valentinstag-evangelisch.de zu finden.

Luftschlangen und Konfetti
Bildrechte Pixabay/Annette

Unter dem Motto "Humor ist, wenn man trotzdem glaubt" lädt Stadtdekan Dr. Bernhard Liess am Sonntag, 15. Februar 2026 zu zwei Gottesdiensten mit einer Faschingspredigt in Reimform ein: um 9.30 Uhr in die Kreuzkirche, Hiltenspergerstraße 57, und um 11.15 Uhr in die Markuskirche, Gabelsbergertraße 6. In seiner Predigt greift der Stadtdekan auf geistliche und humorvolle Weise aktuelle kirchliche und gesellschaftliche Entwicklungen auf. Die musikalische Gestaltung übernehmen Oliver Klenk (Klarinette) und Peter Feist (Orgel).

Fastenaktion 2026: 7 Wochen Ohne
Bildrechte Jodie Griggs/Getty Images

Mehr als zwei Millionen Menschen machen jedes Jahr bei der Fastenaktion "7 Wochen Ohne" der evangelischen Kirche mit. Die Fastenaktion lädt dazu ein, die Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostersonntag bewusst zu erleben und zu gestalten, dieses Jahr unter dem Motto: "Mit Gefühl – Sieben Wochen ohne Härte". Die diesjährige Aktion vom 18. Februar bis 6. April 2026 ruft dazu auf, in einer Welt, in der Härte und Gewalt um sich greift, menschlich und zugewandt zu bleiben, offen und empfindsam – in der Fastenzeit und darüber hinaus. Informationen zum Thema gibt es unter www.7-wochen-ohne.de. In vielen Kirchen im Dekanatsbezirk München finden in der Passionszeit Andachten, Predigtreihen und Konzerte statt.

Im Vorfeld der Kommunalwahlen veranstalten der Kreisjugendring München-Stadt und der Verein "OMAS GEGEN RECHTS München" eine Lichterkette rund um das Rathaus. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 26. Februar 2026 um 19.30 Uhr am Marienplatz statt. Mit der Lichterkette soll ein positives Zeichen für Demokratie, Vielfalt und Respekt gesetzt werden – friedlich und überparteilich. Der Evangelisch-Lutherische Dekanatsbezirk München beteiligt sich an der Aktion. Die Veranstalter bitten darum, dass nur elektrisch erzeugte Lichter und Laternen und keine Fahnen und Transparente mitgebracht werden. 

Unter dem Motto "Unser starkes Kreuz für Demokratie" startet die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern im Januar eine Demokratiekampagne zur Kommunalwahl am 8. März 2026. Die Kampagne soll Kandidatinnen und Kandidaten unterstützen, die sich zu den Grundwerten der Demokratie bekennen - vor allem dann, wenn sie Anfeindungen erleben. Anlass ist auch der zunehmend raue Ton gegenüber politisch Verantwortlichen. Im Mittelpunkt der Kampagne stehen die Aktionen "Gesicht zeigen für Demokratie" sowie der digitale "Love Storm". Mehr Information unter www.unser-starkes-kreuz.de.

Besuch der Partnergemeinden in Paris
Bildrechte Dekanat/123rf

Unter dem Motto "Woher kommt mir Hilfe (Psalm 121,1) - Die sozialen Dienste der evangelischen Kirche in München" findet vom 17. bis 19. April 2026 in München die "Lutherische Begegnung" statt. Die Gemeinden der "Inspection de Paris" der "Église Protestante Unie de France" besuchen die evangelischen Partnergemeinden im Evangelisch-Lutherischen Dekanatsbezirk München. Zur Begrüßung findet am 17. April um 14.30 Uhr ein Empfang in St. Markus, Gabelsbergerstraße 6, statt. Im Anschluss daran feiern die Gemeinden um 18 Uhr einen gemeinsamen Gottesdienst mit Pfarrer Laza Nomenjanahary, inspecteur ecclésiastique, Stadtdekan Dr. Bernhard Liess und Pfarrer Sebastian Kühnen. Auf dem Programm stehen darüber hinaus der Besuch verschiedener sozialer Einrichtungen und Dienste, unter anderem die Freizeitstätte Hirschgarten der Evangelische Jugend München, die Münchner Insel und die Bahnhofsmission.
 

Symposium: Demokratie stärken
Bildrechte Vorstand Stiftung Weiter-Denken/iStock

Zum Thema "Demokratie stärken: Beteiligen statt Polarisieren" findet am Donnerstag, 29. Januar, 18 bis 21 Uhr, in der Stadtbibliothek im Motorama, Rosenheimer Straße 30-32, ein Symposium statt. An dem Austausch nehmen Aktive und Vertreter/innen verschiedener Initiativen und Organisationen teil, die versuchen, die Demokratie im vorpolitischen Raum zu stärken. Darunter sind Dr. Johannes Hillje, Progressives Zentrum Berlin, Leonie Pessara und Sebastian Nitzsche, MAGNET – Werkstatt für Verständigung gUG, Marie Scholz, "aula – Beteiligung und aktive Mitbestimmung" und Lisa Braner, "Löwenfans gegen Rechts". Ziel dieser zivilgesellschaftlichen Initiativen ist es, die Emotionen nicht den Polarisierern zu überlassen, sondern über diese demokratischen Ziele und Werte stark zu machen. Sie setzen auf Verständigung und die Erfahrung von Selbstwirksamkeit. Die Konferenz wird von der Stiftung Weiter-Denken und der Münchner Stadtbibliothek veranstaltet. Eine Anmeldung wird erbeten unter: info(at)stiftung-weiter-denken.de. Weitere Informationen unter: www.stiftung-weiter-denken.de

March of Living Dachau
Bildrechte March of Living Dachau

Zum Internationalen Holocaust-Gedenktag findet am Sonntag, 25. Januar 2026 um 14 Uhr in Dachau ein Lebensmarsch, eine bayerische Version des "March of the Living", statt. Ziel ist ein sichtbares und würdiges Zeichen gegen Judenhass sowie für Verantwortung, Erinnerung und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Der Demonstrationszug startet im Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte Dachau und endet am Bahnhof Dachau - einem Ort, der symbolisch für den historischen Kontext des damaligen Leidensweges steht, an dem die Deportierten ankamen. Vor dem Start wird die Veranstaltung in der KZ-Gedenkstätte eröffnet. Die Schirmherrin Dr. h.c. mult. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, und Stefan Löwl, Landrat des Landkreises Dachau, werden Grußworte sprechen.

Im Anschluss folgen kurze Beiträge von Schülerinnen und Schülern aus Dachau und München sowie von Akteuren der Erinnerungsarbeit. Mit der Gedenkveranstaltung soll die Erinnerung lebendig gehalten werden, um aus der Geschichte für die Zukunft einer Gesellschaft zu lernen, in der Menschenwürde, Demokratie und Freiheit unantastbar sind. Der Marsch steht auch für den Zusammenhalt gegen Hass, Antisemitismus und Ausgrenzung. Der Evangelisch-Lutherische Dekanatsbezirk München beteiligt sich an dem Lebensmarsch und ruft zur Teilnahme auf. "Ich unterstütze den Lebensmarsch und werde mich auch daran beteiligen, da mir die Erinnerungskultur an die Shoa sehr am Herzen liegt. Die Beteiligung junger Menschen ist unendlich wichtig.", sagt dazu Stadtdekan Dr. Bernhard Liess.

Lesung von Julia Cortis im Juni 2025 in der KZ-Gedenkstätte Dachau
Bildrechte Versöhnungskirche Dachau

Am 27. Januar ist der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Aus diesem Anlass findet in der Evangelischen Stadtakademie, Herzog-Wilhelm-Str. 24, am Sonntag, 25. Januar 2026 um 16 Uhr unter dem Titel "Weiterleben nach der Shoah"“ eine Konzertlesung mit Texten von Esther Bejarano, Uri Chanoch und Ruth Klüger statt. Professor Dr. C. Bernd Sucher, Vorsitzender der Liberalen Jüdischen Gemeinde Beth Shalom, hält ein Grußwort. Esther Bejarano, Uri Chanoch und Ruth Klüger haben als Jugendliche die Grauen der Shoah in verschiedenen Konzentrationslagern überlebt. Julia Cortis, Sprecherin Bayerischer Rundfunk, trägt deren Erinnerungen an das Frühjahr und den Sommer 1945 vor. Eine biographische Einführung gibt der Historiker und Kirchenrat Dr. Björn Mensing.